30. Juni, 2021

Wie wichtig sind Meta-Beschreibungen für deine SEO – und wie funktionieren sie? (9 effektive Tipps)

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Damaris Böhlig

Wir alle wissen genau, wie ausschlaggebend es ist, dass die Benutzer genau auf unser Suchergebnis klicken, wenn sie im Internet nach unserer Dienstleistung oder unserem Produkt suchen. Die Konkurrenz um den “Klick” ist stark und jeder versucht, sein Suchergebnis so blickfangreich und aussagekräftig wie möglich darzustellen. Du hast das Wort “Meta-Beschreibung” wahrscheinlich schon mal in deinem CMS oder einem Plugin gesehen, aber was genau sind eigentlich Meta-Beschreibungen und warum solltest du deine Zeit darauf verwenden?

Eine Meta-Beschreibung ist ein HTML-Element, das Suchmaschinen wie Google in den Ergebnissen anzeigen und das den Inhalt deiner Landingpage beschreibt, bevor jemand auf deine Seite klickt. Meta-Beschreibungen sind ein wichtiger SEO-Bestandteil, weil sie zu einer erhöhten Klickrate beitragen können.

Meta-Beschreibungen sind welche von den Meta-Tags, die du erstellen kannst, um sowohl deinen Nutzern als auch Suchmaschinen verständlich zu machen, um was es auf deiner Internetseite geht. Sie werden in den Suchergebnissen unter deinem Seitentitel / deiner Headline angezeigt. Manchmal erstellt Google ein sogenanntes “Snippet” aus dem Text deiner Seite und verwendet diesen anstatt deiner Meta-Beschreibung. 

Wenn du dich nicht ganz sicher dabei fühlst, direkt im Programmierungscode deiner Internetseite zu arbeiten, kannst du in den meisten CMS-Systemen auch ein Plugin dafür verwenden. Benutzt du z.B. WordPress, kannst du mit dem Plugin “YOAST SEO” ganz einfach Meta-Beschreibungen für deine Landingpages hinzufügen, ohne dabei selber programmieren zu müssen.

3 Beispiele für Meta-Beschreibungen

Das Ziel von Meta-Beschreibungen ist sehr simpel: Sie sollen die Aufmerksamkeit des Nutzer auf sich ziehen und sie dazu bringen auf dein Suchergebnis zu klicken. Es gibt diese Beschreibungen also primär, um Klicks zu generieren und somit auch die Klickraten zu erhöhen. In deinem HTML-Code sieht sie folgendermaßen aus:

<meta name=”description” content=”Beschreibung einer beliebigen Seite. Bestenfalls 1 oder 2 aufmerksamkeitsstarke Sätze.”/>

Hier erhältst du ein paar Beispiele von guten Meta-Beschreibungen:

Beispiel Meta-Beschreibung

Es ist wichtig, dass deine Meta-Beschreibungen die wichtigsten Keywords enthält. Wenn der Nutzer zum Beispiel nach “Alarmanlagen-Set mit Kamera” sucht, so wie im Beispiel oben, werden diese mit fetter Schrift hervorgehoben. Dir stehen 920 Pixel für deine Meta-Beschreibung zur Verfügung, die du bestenfalls nicht überschreiten solltest, weil deine Beschreibung sonst abgeschnitten und mit 3 Punkten (…) enden wird. Darüber hinaus sind in dieser Beschreibung Zahlen benutzt worden. Zahlen ziehen Aufmerksamkeit auf sich und teilen sehr konkret mit, was der Nutzer auf deiner Seite erwarten kann.

meta-beschreibung beispiel

Auch hier wieder – das primäre Keyword “Gewerbeimmobilien Hamburg” wurde eingebunden und im Text fett markiert. Die Einleitung ist gezielt und stellt dem Nutzer eine passende Frage “Suchen Sie eine Gewerbeimmobilie in Hamburg?” – “Ja, das tue ich!” denkt sich der Nutzer. Außerdem wird schon in der Headline auf die möglichen Finanzierungsmöglichkeiten hingewiesen.

Wie lang sollten Meta-Beschreibungen sein?

Die Länge deiner Meta-Beschreibung ist wichtig. Wenn sie zu lang formuliert ist, wird sie von Google mit (…) verkürzt, was bedeuten kann, dass wichtige Verkaufsargumente entfernt werden und somit der gesamte Inhalt gegenstandslos wird.

Da Google zu lange Meta-Beschreibungen verkürzt, sollten sie unter 160 Zeichen (Desktop) / 120 Zeichen (Mobil) haben – sorge aber dafür, dass sie lang genug sind, um den Inhalt zu verdeutlichen. Zudem testet Google kürzere Beschreibungen. Achte daher darauf, die wichtigsten Inhalte zu priorisieren.

Die richtige Länge ist meist ausschlaggebend dafür, ob der Nutzer dein Suchergebnis anklickt. Du kannst zum Beispiel einen Online-Wortzähler, Word oder ähnliche Tools dafür verwenden. Oder du benutzt ein Plugin in deinem CMS, wodurch das Einfügen von Meta-Beschreibungen vereinfacht und die Anzahl der Wörter direkt mitgezählt wird.

Wenn du dir unsicher bist, wie lang deine Meta-Beschreibungen sind – und welche deiner Seiten Meta-Beschreibungen haben, die optimiert werden müssten – ist die einfachste Lösung: ein SEO-Tool dafür zu benutzen. Wir benutzen natürlich unser eigenes SEO-Tool, Morningscore, aber es gibt natürlich auch noch jede Menge Alternativen da draußen, die du benutzen kannst.

Warum solltest du Meta-Beschreibungen nutzen?

Wie schon erwähnt, haben Meta-Beschreibungen keine direkte Einwirkung auf deine Platzierungen bei Google. Deshalb denken manche logischerweise auch, dass es sich nicht lohnt, Zeit auf diese zu verwenden. Das jedoch ist ein Fehler, der einen wichtiges Geld kosten kann.

Meta-Beschreibungen fungieren als Werbetext und zielen darauf ab, die Nutzer auf deine Seite zu bringen, anstatt auf die Seiten deiner Konkurrenz. Schreibe also eine für jede wichtige Landingpage, weil sie es dir ermöglicht, die besten Eigenschaften deines Produktes oder Services hervorzuheben.

Wir können also zusammenfassend sagen, dass die Meta-Beschreibung ein wichtiger Teil deines SEO-Einsatzes ist, weil deine ganze SEO-Arbeit nicht mehr viel wert ist, wenn der Nutzer aufgrund einer schlechten Beschreibung auf das Ergebnis der Konkurrenz klickt. Wenn die Beschreibungen der Konkurrenz unter deiner liegen aber viel blickfangreicher sind und interessanter & hilfreicher klingen, ist der Nutzer weg.

Solltest du immer eine Meta-Beschreibung nutzen?

Umso größer deine Internetseite ist, umso höher ist der Aufwand einzigartige und spannende Beschreibungen zu erstellen. Wenn es keine direkte Einwirkung auf die Platzierungen hat, denkt man natürlich darüber nach, inwieweit die Arbeit es wert ist, für jede Seite eine Meta-Beschreibung zu verfassen. Aber solltest du wirklich immer eine Meta-Beschreibung schreiben?

Als Ausgangspunkt ist es eine gute Idee, zumindest für alle wichtigen Seiten eine solche Beschreibung zu haben. Wenn du keine schreibst, wählt und nutzt Google einen per Zufall ausgewählten Textausschnitt deiner Seite und das sieht nur selten ansprechend oder einladend aus.

Auch wenn es eine längere und ressourcenfressende Aufgabe sein kann, solltest du es tun. Sieh es als eine Routineaufgabe und setze ein paar Mal die Woche 1 Stunde dafür ab, dann wirst du dein Ziel nach nicht allzu langer Zeit erreicht haben.

Wie schreibt man die perfekte Meta-Beschreibung?

Jeder kann eine simple Meta-Beschreibung erstellen, aber eine wirklich Gute zu verfassen, ist für viele eine Herausforderung. Denn eine perfekte Beschreibung entspricht allen Google-Standards, gibt dem Nutzer die relevanten Informationen und bringt ihn dazu, auf dein Suchergebnis zu klicken.

Benutze diese 9 Tipps um eine gute Meta-Beschreibung zu verfassen:

  • Nutze dein primäres Keyword in der Beschreibung
  • Erstelle keine Beschreibungen unter 120 Zeichen
  • Erstelle keine Beschreibungen über 160 Zeichen
  • Richte den Text an Menschen, nicht an Google
  • Liefere mit CTA’s einen Grund zum klicken
  • Hebe dich mit Emojis von der Konkurrenz ab
  • Schreibe über das, was der Nutzer sucht
  • Schaffe ein genaues Bild deiner Webseite
  • Kreiere einzigartige Meta-Beschreibungen

Lass mich diese 9 Tipps etwas näher ausführen.

1. Nutze dein primäres Keyword in der Beschreibung

Es ist wichtig, dein primäres Keyword in deiner Meta-Beschreibung einzubinden, da der Nutzer danach sucht. Wenn du dein Keyword nutzt, wird es im Suchergebnis fett markiert und dadurch hervorgehoben. Dies zeigt dem Nutzer, dass dein Ergebnis relevant ist.

Beispiel Meta-Beschreibung

2. Erstelle keine Beschreibungen unter 120 Zeichen

Du hast zirka 920 Pixel – oder 160 Zeichen – zur Verfügung. Nutze den Platz und beschreibe die wichtigsten Informationen so, dass sie nicht missverstanden werden können und dem Nutzer verständlich machen, was er auf deiner Seite erwarten kann. Eine zu kurze Meta-Beschreibung wirkt halbherzig und zuweilen unprofessionell.

3. Erstelle keine Beschreibungen über 160 Zeichen

Zu lange Meta-Beschreibungen werden ab 160 Zeichen (920 Pixeln) verkürzt. Daher ist es wichtig, dass deine Beschreibung nicht länger wird, denn hier können wichtige Informationen verloren gehen. Wenn diese durch (…) ersetzt werden, ist es vielleicht genau das, was deinen Nutzer zum klicken gebracht hätte, was fehlt.

4. Richte den Text an Menschen, nicht an Google

Meta-Beschreibungen haben keinen direkten Einfluss auf deine Google-Platzierung. Richte deinen Text daher an die Menschen und optimiere ihn nicht ausschließlich für die Suchmaschine. Sieh deine Beschreibung als Werbetext, der den Nutzer davon überzeugt, dass du sein Problem lösen / ihm helfen kannst.

5. Liefere mit CTA’s einen Grund zum klicken

Gib dem Nutzer einen guten Grund, um auf dein Suchergebnis zu klicken. Mache ihm klar, welchen Wert er davon hat, deine Seite zu besuchen und womit genau du ihm helfen kannst. Benutze dafür gerne ein direktes “Call-to-action”-Kommando (CTA), indem du ihn z. B. zu Folgendem aufforderst: “ließ hier mehr dazu” oder “jetzt gratis testen”.

Meta-Beschreibung-CTA-Morningscore

6. Hebe dich mit Emojis von der Konkurrenz ab

Wenn du deiner Meta-Beschreibung noch das gewisse Extra hinzufügen willst, kannst du Emojis benutzen (siehe Beispiel oben) – diese heben dein Suchergebnis hervor – aber pass auf, dass du es mit den Zeichen und Emojis nicht übertreibst. Wie schon erwähnt, prüft Google auch deine Meta-Beschreibungen und wird bei Nichtgefallen dazu übergehen, deine Beschreibung durch eine eigene Textwahl deiner Seite zu erstatten und dich als unseriös einzustufen. 

Emojis können also eine gute Idee sein, sollten aber nur in Maßen genutzt werden. Benutze am besten maximal 2-3 Emojis, um dein Ergebnis aus der Menge herausstechen zu lassen.

7. Schreibe über das, was der Nutzer sucht

Einer der wichtigsten Tipps ist, dass deine Meta-Beschreibung mit der Anforderung des Nutzers und seiner Suche übereinstimmen sollte. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, wonach genau der Nutzer sucht und auf was er eine Antwort haben will – hat er eine spezielle Frage oder will er herausfinden, wo er dein Produkt kaufen kann? Lass z.B. die Aufforderung “jetzt kaufen” weg, wenn der Nutzer eigentlich nur nach einer Produktinformation sucht.

8. Schaffe ein genaues Bild deiner Webseite

Eine hohe Klickrate bringt keinen Mehrwert, wenn deine Absprungrate genau so hoch ist. Wenn du es mit der Präsentation deiner Seite übertreibst oder deine Landingpage nicht das bereithält, was du in deiner Beschreibung versprochen hast, wird der Nutzer deine Seite genauso schnell verlassen, wie er sie betreten hat. Sorge also dafür, dass deine Seite das widerspiegelt, was du in der Meta-Beschreibung versprichst.

9. Kreiere einzigartige Meta-Beschreibungen

Du solltest immer darauf achten, dass alle deine Beschreibungen etwas Besonderes sind. Keine Duplikate. Eine generische Meta-Beschreibung oder Handlungsaufforderung (CTA – Call-to-action) für eine einzigartige Landingpage, wirkt schnell langweilig oder unpassend. Sie resultiert in einer niedrigeren Klickrate und weniger Seitenbesuchern.

Warum zeigt Google meine Meta-Beschreibung nicht an?

Zum Abschluss: Wir haben von einigen von euch gehört, dass eure Meta-Beschreibungen bei Google nicht angezeigt wurden, obwohl ihr welche verfasst habt. Lasst uns schauen, woran das gelegen haben kann.

Wenn Google der Meinung ist, dass deine Beschreibung nicht so gut ist, wie der Inhalt deiner Seite, kann das System einen eigenen Textausschnitt deiner Seite wählen und damit ersetzen. Damit deine Meta-Beschreibung angezeigt wird, musst du sie den Anforderungen entsprechend verbessern.

Mit anderen Worten: Google bestimmt letzten endes, was in deiner Meta-Beschreibung angezeigt wird. Die Beschreibung die du selbst erstellst, ist lediglich ein Vorschlag oder ein Wunsch, den Google meistens erfüllt, aber eben auch manchmal ignoriert.

Laut dieser Studie ignoriert oder schreibt Google die Meta-Beschreibungen in über 70% der Fälle neu. Solltest du deshalb trotzdem weiterhin Meta-Beschreibungen erstellen? JA.

Optimiere deine Meta-Beschreibungen

Ich werde es nun dir überlassen, was du mit all den vielen Informationen aus diesem Beitrag anstellst und hoffe, dass du einiges für dich mitnehmen konntest. Wenn du den gesamten Beitrag gelesen hast, bist du einer perfekten Meta-Beschreibung auf jeden Fall schon ein Stück näher gekommen. Egal, ob es sich um einen Blogbeitrag oder eine Produktseite handelt, wenn du einen spezifischen Text für deine Zielgruppe verfasst, wird dieser die Chance markant erhöhen, dass du deine potentiellen Kunden erreichst und dazu bringst, auf deine Seite zu gehen. Letztendlich kannst du so eine bessere Google-Platzierung erreichen, deine Conversion-Rate erhöhen und deinen Umsatz steigern.

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